Die Gedanken sind frei

Meine Rede an die versammelten Bürger am 07.03.2022 auf dem Marktplatz von Zittau

In Anbetracht der Gesamtsituation stehe ich hier, um für eine Seite Partei zu ergreifen. Für die Seite des Friedens, der Freude, des Glückes und der Liebe.

Die Gedanken sind frei, so heißt es in einem bekannten Lied. Doch sind sie wirklich so frei wie wir uns das wünschen? Die Gedanken der Sorge und Angst wohnen unter uns. Die derzeitige Krisenherde ob im In- oder Ausland, ziehen uns zusätzlich zu unseren eigenen Herausforderungen in den Bann und zerren an unseren Gemütern. Es sieht aus, als ob die Sorge und die Angst übermächtig sind und schüren in uns das Gefühl der Wut. Doch ist das der Einzig wahre Weg?

Inspiriert durch einen kleinen Spruch, den ich vor langer Zeit mal gelesen habe. Gestatten Sie mir Ihnen von einem möglichen anderen Weg in Form einer Geschichte zu erzählen.

Die Gedanken der Freude und des Friedens waren immer zusammen. Sie tanzten ausgelassen und das Gefühl der Freiheit und des Glückes war stets bei ihnen. Die Liebe lag wie eine seidene Decke über ihnen. Während der Zeit kamen immer wieder andere Gedanken hinzu. Mal war es der Gedanke der Sorgen. Ein anderes Mal der Gedanke der Angst. Doch immer wieder schafften es die Gedanken der Freude und des Friedens diese Gedanken zu besänftigen. Die Zeit verging und immer öfter kamen die Gedanken der Sorgen und der Angst nun meist gemeinsam und erzeugten die Gefühle Hilflosigkeit, Traurigkeit und Wut. Keiner tanzte mehr. Gemeinsam saßen sie zusammen und fachsimpelten. Jeder Gedanke versuchte der Stärkere zu sein. Es dauerte nicht lang, da hatten die Gedanken der Sorge und der Angst die Oberhand übernommen und das stärkste Gefühl, das Gefühl der Wut legte sich wie eine dicke schwere Decke über alle Gedanken und es wurde dunkel.

Doch inmitten der Dunkelheit leuchtete ein kleines Licht, unscheinbar und kaum zu erkennen, doch es war da. Am Anfang war es nur das Gefühl der Freiheit, was dieses kleine Licht erblickte und es stellte sich an die Seite der Freude. Und sagte: “Schau mal ist das nicht schön?“ Die Freude ganz angetan von der Aufmerksamkeit lächelte und begann das Licht bewusst wahr zu nehmen. Es begann die vielen kleinen Freuden um sich herum wieder wahrzunehmen und mit jedem kleinen freudigen Gedanken wurde das Lächeln breiter. Der Gedanke des Friedens gesellte sich zu der Freude und gemeinsam erweckten sie das Gefühl des Glückes. Das Glück fühlte sich überwältigt von den vielen kleinen liebevollen Geschenken, die sich plötzlich im Alltag wieder einzustellen schienen. Ein nettes Wort der Nachbarin oder des Nachbarn. Eine frohe Nachricht von den Liebsten. Gute Nachrichten in der Presse. Die Wunder in der Natur. Ein gutes Essen. Und und und. Und je mehr die Gedanken Freude und Frieden, das Gefühl des Glückes fütterten, wurde es umso mehr. Das Gefühl der Freiheit tanzte mit der Freude und des Friedens. Die Liebe beobachtete das Geschehen und es dauert nicht lange, da legte sie wieder für alle spürbar den seidenen Mantel über alle Gedanken. Die Gedanken der Sorge und Angst befanden sich auch darunter, doch die Freiheit allein entschied von nun an wer das Sagen hat.

Wir wollen nun gemeinsam ein kleines Licht zum Leuchten bringen. Wir wollen damit die Freiheit in unsere Mitte einladen und damit die Gedanken der Freude und des Friedens, damit das Gefühl des Glückes und der Liebe wieder in unser aller Leben einzieht.

Denn die Gedanken sind frei, solange wir bestimmen was wir denken.

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